Lange hat es gedauert, aber mit Batman: Arkham Asylum erscheint nach langer Zeit wieder ein Spiel mit Live-Unterstützung für den PC. Zwar flattert der Fledermaus-Mann auch diesmal ein wenig später über den Monitor als bei der Konsolen-Konkurrenz, der Einbau von PhysX-Effekten soll die Verzögerung aber rechtfertigen.
Batman flattert auch auf dem PC
1. September 2009Games for Windows Live 3.0
24. Juni 2009Endlich! Auf der offiziellen Games for Windows Seite spricht Drew Johnston (Global Product Manager für Live und Windows 7) über die Zukunft von Games for Windows Live — und es sind richtig gute Ideen dabei.
Version 3 von Games for Windows Live konzentriert sich auf drei Punkte:
- Server-seitige Authentifizierung
Ähnlich wie bei Steam, werden installierte Spiele mit dem Account des Spielers verbunden. Das heißt, egal an welchem PC ich bin, ob zuhause oder bei einem Freund, wenn ich mich mit meinem Account bei Games for Windows anmelde, kann ich jedes Spiel spielen, das an meinen Gamer-Tag gekoppelt ist. Zudem muss ich mich nicht mehr mit (zwangsweise) mit Kopierschutz-Mechanismen rumärgern, durch die Online-Abfrage können die Plagegeister endgültig der Vergangenheit angehören (Microsoft überlässt die Kopierschutz-Handhabe allerdings den Publishern).
Ob Sie für jeden Spielstart online sein müssen, wissen wir allerdings nicht. - Integrierte Shop-Systeme
Ähnlich wie bei Rockband oder Guitar Hero sollen Sie in Zukunft direkt aus dem Spiel heraus zusätzliche Inhalte kaufen und herunterladen können. Den Umweg über Games for Windows können Sie sich dann sparen. - Spielstände im Netz
Für einige mit Sicherheit gewöhnungsbedürftig, sollen in Zukunft sämtliche Spielstände im Internet gespeichert werden und nicht mehr auf der heimischen Festplatte. So können Sie ein Spiel was Sie zuhause angefangen haben, nahtlos bei einem Freund beenden. Das ewige Kopieren von Spielständen hätte somit ein Ende.
Als ausschlaggebenden Grund für die Generalüberholung von Games for Windows Live nannte Drew Johnston die hohe Anzahl an Raubkopien. Microsoft verfolge die anhaltende Diskussion über Rootkits in DRM-Maßnahmen, die begrenzten Installationsmöglichkeiten und ähnliche Maßnahmen seitens der Publisher. Die Lösung sieht Microsoft in der besseren Online-Anbindung mithilfe von Live. Wenn Spieler mitbekommen, dass sie mit einem kopierten Spiel nicht online spielen, keine Erfolge sammeln oder nicht im Coop mir Freunden zocken können, dann wird sie das ermutigen zum Spiel aus dem Laden zu greifen.
Eine weitere Gefahr sieht Drew Johnston bei den sogenannten »Zero-Day-Exploits«, also wenn das Spiel bereits in Tauschbörsen kursiert, obwohl es noch nicht im Laden steht. Mithilfe der Online-Aktivierung kann Microsoft diese Exploits nicht vollständig verhindern, aber zumindest stark eindämmen. Stellt Live fest, dass der offizielle Starttermin für das Spiel noch nicht erreicht ist, verhindert es den Start den Spiels.
Alles in allem sind das in unseren Ohren durchaus gute Nachrichten, denn zum einen gibt es endlich mal wieder einen Beweis, dass Microsoft die PC-Spieler nicht komplett vergessen hat. Zum anderen könnte die Server-seitige Authentifizierung endlich für ein Ende der unseligen Kopierschutz-Maßnahmen sorgen.
Alles in Butter also? Mitnichten, denn viele Fragen bleiben ungeklärt.
Was passiert mit der aktiven Modding-Szene? Wenn Spielstände im Netz gespeichert und die Integrität von Spieldateien per Live überprüft werden, können PC-Spieler dann trotzdem Mods installieren? Oder Spielstände tauschen?
Kann ich ein an mein Konto gebundenes Spiel wieder verkaufen?
Wie sieht die Zukunft von plattform-übergreifenden Spielen aus?
Feilt Microsoft endlich am Bedien-Komfort?
Fragen die offen bleiben. Allerdings verriet Drew Johnston, dass Microsoft für Version 4 von Games for Windows Live bereits plane — wir bleiben gespannt.
Was bedeutet das »Games for Windows«-Logo?
23. Juni 2009PC-Spiele, die das Games for Windows-Logo tragen, müssen bestimmte Anforderungen erfüllen:
- Einfache Installation
Das Spiel muss mit nur wenigen Mausklicks zu installieren sein, viele Spiele bieten daher ein Express-Setup oder eine Basis-Installation an. Wer weiterhin Einfluss auf Speicherort oder installierte Komponenten haben will, wählt in jedem Fall die »Benutzerdefinierte« Installation.
- Kompatibel zum Spiele-Explorer von Windows Vista
Das Spiel muss sich in den Spiele-Explorer eintragen, der zentralen Sammelstelle für alle installierten Spiele unter Vista. Im Spiele-Explorer muss das Spiel Informationen zur Versionsnummer, Entwickler und weitere Details verraten.
- Unterstützung von Windows Vista 64-Bit
Die Unterstützung für 64 Bit bedeutet nicht, dass das Spiel selber in 64-Bit programmiert wurde. Es muss aber mit 64-Bit-Prozessoren und der 64-Bit-Variante von Vista zusammenarbeiten.
- Breitbild-Formate
Das Spiel muss Breitbild-Auflösungen in 16:9 und 16:10 unterstützen, auch 4:3-Support muss weiterhin gewährleistet werden.
- Gamepad-Unterstützung
Wenn das Spiel Gamepads als Eingabegerät verwendet, dann muss der „Xbox 360 Controller für Windows“ unterstützt werden. Alle anderen Gamepads können, müssen aber nicht kompatibel zum Spiel sein.
Sämtliche »Live«-Features müssen nicht unterstützt werden. Für diese Extras gibt es ein – wenn auch nur unscheinbar – anderes Logo.
Games for Windows – ein kurzer Abriss
23. Juni 2009
Im Grunde ist Games for Windows ja eine feine Sache.
Nachdem Playstation- oder Xbox-Spiele alle eine einheitliche Banderole tragen, bekamen die PC-Spiele die Blende am Kopf der Verpackung 2006. Endlich erkennen Käufer im Elektronik-Schuppen um die Ecke, ob das Spiel nun auf Konsolen oder PCs läuft — tolles Ding.
Dann folgte der nächste Schritt: Games for Windows Live.
Ganz nach dem Vorbild der Microsoft-Konsole Xbox 360 sollte auch der PC in den Genuss einer einheitlichen Multiplayer-Plattform, Sammel-Erfolgen und eigener Gamer-Card kommen. Guter Plan, mies umgesetzt.
Schon die erste Idee 2007 Halo 2 Live-fähig zu machen, war zum Scheitern verurteilt. Halo ist ein Xbox-Phänomen, PC-Spieler können der Begeisterung für den Masterchief nicht wirklich folgen.
Aber da war ja noch Shadowrun!
Ein – mit Verlaub – grottenschlechter Shooter sollte PC und Xbox zusammenbringen. Endlich, alle Barrieren aus dem Weg, nieder mit dem Abschotten der Daddel-Kisten, wir sind Gamer!
Nur, warum ausgerechnet ein Shooter? Und dann auch noch ein mieser?
Gut, geht vielleicht als Nachlässigkeit durch, viel Erfahrung hatte man ja noch nicht mit Plattform-übergreifenden Spielen. Erster Gedanke in von Euphorie-geschwängerter Atmosphäre: »Gut Ding und so, da geht noch was in Zukunft«. Doch falsch gedacht, denn seitdem herrscht Funkstille…
Warum lässt Microsoft den ansatzweise etablierten Brand Games for Windows brach liegen?
Wieso nutzt Microsoft nicht die Gelegenheit und portiert die vielen guten Ideen der Xbox 360 auf den PC?
Fragen, die ich in zukünftigen Artikeln ansatzweise beantworten werde.
P.S. Achja, wer sich die Mühe macht auf die aktuelle, deutsche Games for Windows Webseite zu surfen, findet im untern Teil die kommenden Spiele-Hits für den PC /ironie off
